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Es werden Posts vom November, 2020 angezeigt.

Was hat Verliebtsein mit Inspiriertsein zu tun?

Ich hatte es in einem früheren Post erwähnt: Früher war mein Lieblingsgefühl Verliebtsein, heute ist es Inspiriertsein. Das ist mir erst beim Schreiben dieses Posts aufgefallen und seither frage ich mich, worin besteht eigentlich der Unterschied? Und wann ist der Übergang passiert, also wann und auch wie ist, von mir offensichtlich unbemerkt, dieser Wandel vonstatten gegangen, vom Verliebtseinsgefühl ins Inspiriertseinsgefühl als energetischem Lieblingszustand?  Natürlich hat es etwas mit Altwerden zu tun, das ist klar. Und es hat etwas mit meinem Innenleben, aber auch mit meinem Außenleben, zu tun. Am besten ich assoziiere einfach mal drauflos und schaue, was dabei rauskommt.  Also: Verliebtsein hatte bei mir immer etwas mit einem Mann zu tun. Oft war ich fasziniert bevor ich verliebt war, und bei manchen Männern ist es nie zum Verlieben gekommen, sondern im Stadium des Fasziniertseins geblieben, was aber keine Rolle gespielt hat. Denn der energetische Zustand war ähnlich schön. Ich f

Raureif

Würde ich nicht drüber schreiben wollen, hätte ich das Wort Raureif nicht nachgeschaut, sondern einfach so gedacht, vielleicht sogar ausgesprochen, wenn sich die Möglichkeit ergeben hätte. Da ich aber jetzt hier den Raureif, der sich über den Garten gelegt hat, zum Thema machen will, habe ich mich gefragt, was Raureif eigentlich ist und gegoogelt: Raureif  ist ein fester Niederschlag, der sich aus unterkühlten Wassertropfen von leichtem Nebel oder direkt aus dem in der Luft enthaltenen Wasserdampf durch Resublimation bildet. Hierfür ist eine sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit von über 90 % und eine Lufttemperatur von unter −8 °C nötig. Hm... was ist Resublimation? Definition: Als  Resublimierung  bezeichnet man den   Phasenübergang  e iner Substanz vom gasförmigen in den festen  Aggregatzustand  unter Auslassung des flüssigen. Die Umkehrung wird als  Sublimation  oder auch als Sublimierung bezeichnet. Okay... alles klar... Jetzt weiß ich Bescheid. Der Impuls, den ich hatte, über Raur

Gefühle und Gedanken managen

Zu einem guten Selbstmanagement gehört natürlich mehr, als sich um die eigenen Gefühle und Gedanken zu kümmern. Aber ohne sich ums eigene Denken und Fühlen zu kümmern, steht alles andere auf wackeligen Füssen. Denken und Fühlen sind sozusagen die Basis von allem, weil sie ständig und permanent stattfinden, ob wir wollen oder nicht, so wie das Herz permanent schlägt und wir ständig und ununterbrochen ein und ausatmen. Wenn ich Gefühlsstress habe, gehe ich entweder in die Küche oder raus auf die Strasse, ins Feld, spazieren oder ich schreibe. Eben war ich in der Küche und habe die Füllung für die Sprühflache vorbereitet und eingefüllt. Ich will fluffige kleine runde Küchlein backen, und dazu benutze ich zum ersten Mal den iSi Gourmet Whip, den ich mir letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt habe.  Und genauso wie ich es schaffe, in der Küche meinen Gefühlsstress zu vergessen, so könnte ich jetzt hier weiter über das Rezept, die Küchlein und die Sprühflasche schreiben, um die Gefühle zu ver

Patti Smith in EL PAIS

Morgens beim Café öffne ich der Reihe nach die Startseiten von Spiegel, EL PAIS und Hola.  Ich überfliege die Schlagzeilen, schaue mir die Fotos an und bleibe dort hängen, wo meine Aufmerksamkeit hingeht. Wenn die Zeilen unter dem Titel mein Interesse wecken, klicke ich drauf. Am liebsten lese ich Interviews. Heute wird Patti Smith in EL PAIS interviewt. Ich habe den Text verschlungen.  Ich fühle mich inspiriert. Mein Lieblingsgefühl.  Früher war mein Lieblingsgefühl Verliebtsein, heute ist es Inspiriertsein. Ich weiß gar nicht, wann genau dieser Übergang vom einen ins andere passiert ist. Das sollte ich vielleicht mal genauer untersuchen. Aber zurück zu Patti Smith in der EL PAIS.  Der Interviewer fragt an einer Stelle: Haben Sie sich immer frei gefühlt? Und sie antwortet: Ja. In der Pandemie habe ich darüber nachgedacht. Ich habe nie aufgehört, mich frei zu fühlen, auch nicht als ich eingeschlossen war. Ich glaube es ist ein Privileg, eine mentale Eroberung, die man erlangt, wenn man

Nichts geht ohne denken.

Eigentlich wollte ich nie privat bloggen.  Bisher habe ich mich immer hinter einem Thema versteckt, wenn ich Texte veröffentlicht habe. Sei es beim Bloggen oder in den Büchern, die ich geschrieben habe. Immer ging es um ein Thema. Ums Alter oder um Wohnprojekte. Für diesen Blog aber brauche ich kein Thema. Ich möchte herausfinden, was es heißt, ohne Thema zu schreiben.  Meine Lieblingsbschäftigung ist denken. Eigentlich war das immer so. Denken und Formulieren. Da liegt es auf der Hand, dass ich gerne schreibe. Wenn ich schreibe, bin ich glücklich. Beim Schreiben fühle ich mich ganz, weil Denken und Fühlen ineinanderfließen. Nur so gelingen mir Formulierungen, die mich zufriedenstellen.  Jedenfalls will ich hier aus meinem Leben schreiben.