Wie geht Vertrauen?

Mein derzeitiges Thema ist VERTRAUEN. Wie geht Vertrauen? Wie entsteht Vertrauen? Was ist Vertrauen eigentlich? Wozu ist Vertrauen wichtig? Was brauche ich, um vertrauen zu können? Alles Fragen, denen ich hier nachgehen werde.

Um anzufangen: 

Es fällt mir leicht zu vertrauen. Aber ich bin nicht vertrauensselig. Vertrauen ist für mich so etwas wie ein Geschenk, was ich mitbringe, wenn ich jemanden treffe. Ich gehe vertrauensvoll durchs Leben und würde sagen, dass ich dem Leben an sich vertraue. Wobei ich im Moment nicht zu sagen wüsste, was es genau und im Detail bedeutet, dem Leben zu vertrauen. 

Mein Vertrauen auf andere Menschen bezogen?  Jedenfalls bin ich nicht misstrauisch, sondern grundsätzlich bereit, anderen zu vertrauen. 

Meine Art, mich anderen anzunähern, ist, Fragen zu stellen. Das wird manchmal falsch interpretiert, so als wolle ich den oder die andere ausfragen. Wer das meint, ist mir gegenüber dann eher skeptisch. Das wiederum trägt nicht zur Vertrauensbildung bei.

So gern wie ich Fragen stelle, so gern werde ich selbst auch gefragt. Meine Bereitwilligkeit, von mir zu erzählen und mich ehrlich und offen mitzuteilen ist groß. Das war immer schon so. Früher war ich an dieser Stelle oft naiv, denn ich konnte mir nicht vorstellen, das jemand mit den Informationen, die er oder sie auf diese Weise erhalten hat, so umgeht, dass es mir schaden kann. 

Manchmal reden Menschen vertrauensvoll über andere Menschen, indem sie sie verurteilen, denunzieren und niedermachen. Ich kann niemandem vertrauen, der oder die mit mir über andere tratschen will. Denn wer keine Skrupel hat, mit mir schlecht über andere zu reden, wird auch keine haben, mit anderen schlecht über mich zu reden.

Es ist eine verbreitete Art, untereinander und miteinander Vertrauen zu zelebrieren, indem gemeinsam über andere, die nicht anwesend sind, so geredet wird, dass sie in ein schlechtes Licht geraten. Es entsteht sozusagen ein Bündnis unter denjenigen, die andere bewerten und beurteilen. Und das alles voller Vertrauen ineinander und zueinander. In meinen Augen ist Vertrauen, das durch Bündnisbildung entsteht und darauf beruht, andere auszuschließen und sie zum Objekt gemeinsamer Beurteilungen zu machen, unechtes Vertrauen ...  und irgendwie vergiftet. 

Also ist Vertrauen nicht gleich Vertrauen. 

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