Eigentlich

Das Wort Eigentlich bildet etwas ab, was mir überhaupt noch nicht bewusst war, als ich den Titel dieses Blogs wählte. Eigentlich war eigentlich einfach so in mir entstanden, als ich mir Gedanken über den Titel machte. Das Wort gefiel mir, aber ich hätte nicht sagen können wieso eigentlich. 

Jetzt habe ich gelesen, dass eigentlich auch heißen könnte: "im Grunde genommen" oder "in Wirklichkeit". Es öffnet sozusagen eine Ebene, die nicht auf den ersten Blick sichtbar ist. Und genau das will ich in diesem Blog von mir zeigen. Etwas, das ich nicht unter den Themen unterbringen kann, die ich woanders öffentlich bearbeite und zu denen ich mich öffentlich äußere. 

In diesem Blog geht es um Persönliches. Nicht um Privates. Ich halte nichts davon, Privates öffentlich zu machen. Da viele es aber tun, habe ich es vor Jahren auch mal ausprobiert. Die Linie zwischen Privatem und Persönlichem ist dünn und man kann sie schnell übersehen, wenn man drauflosschreibt, so wie ich es gewöhnlich tue. Ich schreibe meist einfach drauflos ... was mir gerade in den Sinn kommt ... ohne zu denken ... intuitiv ...

Was mir damals, als ich Privates gepostet habe, nicht gefallen hat und weswegen ich es auch aufgegeben habe, war die Erfahrung, dass meine Freunde und Freundinnen immer schon wussten, was ich ihnen erzählen wollte, weil sie meinen Blog gelesen hatten bevor sie sich mit mir trafen. Da habe ich gemerkt, wie wichtig es mir ist, im Zusammensein mit Freundinnen und Freunden zu erspüren, was ich jetzt sage, was ich von mir erzähle und was nicht, und ob ich nicht lieber zuhöre als selbst rede. Seither  weiß ich, wie wichtig mir der spürende und fühlende Austausch im jeweiligen Moment ist, viel wichtiger als das bloße Informieren.


 


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